Hühnerschlegel in Erdnußkruste

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Ich esse sehr gerne Geflügel und heute Abend sind meine zwei Skatfreunde zu Gast (vor dem Spiel gibt es immer ein kleines Abendessen) und die Gattin des einen – die meine Frau besucht. Ich will Huhn machen und ich weiß, dass einer der beiden Skatfreunde bei „Fleisch am Knochen“ abwehrend reagiert. Der andere ist geradezu versessen auf Erdnüsse. Diese beiden Eigenarten können in nachfolgendem Gericht wunderbar Berücksichtigung finden:
Entbeinte Hühnerschlegel in Erdnußkruste.

Falls jetzt noch jemand sagen möchte: „Dann nimm doch Brust … “ Geschmacklich liegen zwischen Hühnerschlegeln und Hühnerbrüsten Welten … !

Erster Schritt: Entbeinen

Man braucht ein scharfes Messer, mit einer längeren etwas biegsamen Klinge. Ich bevorzuge solch ein Schinkenmesser.

Das Hühnerbein an sich … es ist mit „Rückenstück“, das ich als erstes entferne.
Das Rückenstück wird abgeschnitten, das Gelenk lässt sich mühelos durchtrennen.

Ich drehte den Hühnerschlegel und fahre mit der Messerspitze an den beiden Knochen entlang und lege sie etwas frei.

Dann unterfahre ich den Unterschenkelknochen und schneide nach unten ab.

Den Unterschenkelknochen lege ich endgültig frei.

Dann schabe ich am Oberschenkelknochen entlang und das Beinfleisch liegt frei, nur noch am Gelenk befestigt. Dies umfahre ich vorsichtig mit der Messerspitze.

Dann ist der Knochen entfernt. Man sieht, dass am Gelenk nur Haut ist, diese sollte unverletzt bleiben.

Das ist der Hühnerschlegel ohne Knochen mit unverletzter Haut.

Die Rückenstücke, die Knochen und die Abschnitte (Hautstücke u.ä.) koche ich zusammen mit etwas Wurzelgemüse aus – die Suppe war mein MIttagessen … eine Portion ist noch übrig.

Zweiter Schritt: Die Soße

Die Zutaten: eine Hand voll Erdnüsse wird gemahlen, die Zwiebeln geachtelt (2 Achtel werden gehackt), zwei Knoblauchzehen (gehackt) und Erdnußbutter … drei sehr stramme Löffel.

Die Zwiebeln, der Knoblauch und eine milde Peperoni (die vergaß ich eben 😉 ) werden angebraten.

Dann wird mit ca. 1/2 l Wasser abgelöscht und die Handvoll gemahlenen Erdnüsse hinzugefügt. Wir geben knapp (!!!) 2 Kaffeelöffel(chen) „Gekörnte Brühe“ dazu.

Dann folgt die Erdnußbutter und es wird mit Noilly Prat (einem trockenen französischen Wermut) abgeschmeckt.

Letzte geschmackliche Korrekturen mit schwarzem Pfeffer, etwas Salz und Piment. Die Soße sanft durchköcheln lassen.

Dritter Schritt: Die Hühnerschlegel werden gebraten

Ich mahle zwei Hände Erdnüsse. Bitte nicht pulverisieren!

Die Erdmüsse werden mit zwei sehr gehäuften Eßlöffeln Paniermehl gemischt.

Dann wird paniert und zwar NUR die Fleischseite, nicht die Hautseite:
Mehl, Ei (gut tunken!!!), Erdnuß-Paniermehl … abschütteln. Dann in nicht zu heißes Fett (wie immer bei mir: Butter mit Olivenöl).

Sobald die panierte Seite (die Fleischseite) gut angebraten ist, werden die Hühnerbeine gedreht und auf der Hautseite sanft fertig gebraten. Im Hintergrund quillt der Reis, die Soße wird auf Stufe 1 warmgehalten.

Wenn ich Schnitzel paniere, bleibt immer Ei übrig, das ich dann in einer der Pfannen am Rand ausbacke. Hier fügte ich zum Ei noch die übriggebliebene Erdnuß-Paniermehlmasse und daraus wurde ein fetter Pfannkuchen (hinten rechts).

So sah der Teller aus … Hühnerschlegel in Erdnußkruste mit einem Stückchen Pfannkuchen und Reis mit Soße.

Der ganze Tisch, links die Skatspieler … es gab dazu Rotwein (noch nicht auf dem Tisch) und ein gutes Bellemer.

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